PHCG Baden-Württemberg
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Stuten-/Hengstleistungsprüfung

Es werden nur (Zucht-) Leistungsprüfungen anerkannt, die nach den Richtlinien des Official APHA Rule Book durchgeführt und beurteilt werden. Sie sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und können für Stuten und Hengste als eintägige Feldprüfung durchgeführt werden. Die Leistungsprüfung für Stuten und Hengste unterliegt der Verordnung über die Leistungsprüfungen und die Zuchtwertfeststellung bei Pferden in der jeweils gültigen Fassung. 

 

Beurteilungsrichtlinien
 
Maßgebend für die Beurteilung ist die Eignung als Zuchthengst/Zuchtstute im Hinblick auf die Verbesserung der Reiteigenschaften der Rasse.
 
Leistungsprüfungen werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Westernreitsports durchgeführt (Official APHA Rule Book).

 

Drei- bis fünfjährige Pferde (Junior Horses) dürfen im Snaffle Bit und Hackamore beidhändig geritten werden. Sechsjährige und ältere Pferde (Senior Horses) dürfen nur einhändig im Bit vorgestellt werden. Ausnahmen gelten für Stuten mit Saugfohlen bei Fuß und Stuten, die nachweislich über längere Zeit im Zuchteinsatz waren (ZP 15.2 Punkt 1.4).
 
Die Hengste/Stuten werden bei Anlieferung und während der gesamten Prüfungsdauer hinsichtlich der Kondition, Konstitution und Gesundheit beobachtet. Hengste/Stuten, die konditionell, konstitutionell bzw. gesundheitlich nicht der Norm entsprechen, werden nicht zur Prüfung zugelassen bzw. sind von der Prüfung auszuschließen.
 
Die kombinierten Aufgaben mit den Schwerpunkten Reining und All Around setzen sich je nach Schwerpunkt aus den Elementen der Disziplinen Western Pleasure, Trail und Reining zusammen, alle drei Bereiche werden gleich gewichtet und werden in Anlehnung an das APHA-Regelbuch beurteilt.
 
Die Bereiche werden wie folgt unterteilt:
 
● Western Pleasure (Schritt, Jog, Extended Trot, langsame Zirkel) ● Trail (Rückwärtsrichten, Hinterhandwendung, Stangen-L, Sidepass) ● Reining (Galoppwechsel, alle Galoppzirkel (Speed Control), Spins, Run Down, Stop, Back-up)
 
Ausgehend von einem Score von 70 werden für jedes Manöver folgende Punkte addiert oder subtrahiert:
 
-1 ½  extrem schlecht

-1  sehr schlecht

- ½  schlecht

0  durchschnittlich

+ ½  gut

+ 1  sehr gut

+ 1 ½  exzellent
 
Penalties werden entsprechend dem gültigen APHA-Regelbuch vergeben.
 
Eine Prüfung gilt als bestanden, wenn der Gesamtscore von 67 erreicht ist.

 

Ein Verreiten der Pattern führt nicht unmittelbar zum Nichtbestehen der Eigenleistungsprüfung. Bei geringfügigem Verreiten (z.B. ein Spin zu wenig/zu viel…) wird jedes Verreiten mit fünf Penalties bestraft.
 
Die Prüfung kann bei Nichtbestehen nur einmal wiederholt werden. Es gilt in diesem  Falle das Ergebnis der zweiten Prüfung.

● Das Ergebnis wird auf einem Zertifikat (Urkunde) des PHCG bestätigt. Die Ergebnisse  der Leistungsprüfung werden veröffentlicht.

● Die vom PHCG festgelegten Prüfungsgebühren sind vom Pferdeeigentümer zu tragen.

 

Prämienstuten und Prämienhengste die die Leistungsprüfung bestanden haben, erhalten das zusätzliche Prädikat „PHCG Leistungsstute“ bzw. „PHCG Leistungshengst“.

 

Alternativ zur Eigenleistungsprüfung gilt die vorgeschriebene Leistungsprüfung für Zuchthengste und die Leistungsprüfung für Stuten auch dann als abgelegt, wenn Hengste/Stuten Erfolge in Turniersportprüfungen nachweisen können. Die Turniersportprüfungen werden in den anerkannten Performance-Disziplinen der APHA durchgeführt.
Folgende Turniersportergebnisse werden berücksichtigt:

  • mind. 10 Punkte (ROM) in mindestens einer anerkannten Performance-Disziplin der APHA. Dabei ist Voraussetzung, dass in der entsprechenden Disziplin geritten wird. 
  • Ausgeschlossen sind die Performance-Disziplinen Longe Line, Trail in Hand, Showmanship at Halter und Walk/Trot-Klassen.

Leistungsprüfungen für Stuten und Hengste

 

Die Prüfungen werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Westernreitsports durchgeführt (Official APHA Rule Book). Sie sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und können für Stuten und Hengste als Feldprüfung durchgeführt oder durch Turniersporterfolge ersetzt werden. 
 
1. Feldprüfung für Hengste und Stuten 
 
1.1 Dauer: Die Prüfung dauert einen Tag.
 
1.2 Ort: Vom PHCG-Zuchtausschuss ausgewählte Prüfungsorte
 
1.3 Zulassungsbedingungen: Alle Hengste/Stuten müssen zur Teilnahme an Leistungsprüfungen die allgemeinen Turnierbedingungen erfüllen (insbesondere Impfschutz, Haftpflichtversicherung, Medikationsbestimmungen).
 
1.3.1  Zulassungsbedingungen für American Paint Horses: Teilnahmeberechtigt sind 3-jährige und ältere Hengste und Stuten.
 
1.3.2  Zulassungsbedingungen für andere Rassen: Stuten anderer Rassen können auf Antrag an Eigenleistungsprüfungen teilnehmen. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht jedoch nicht. Stuten anderer Rassen werden nicht in die Platzierung und in die Prämienvergabe aufgenommen. Sie erhalten ein Zertifikat bei Bestehen der Prüfung, auf dem der Score ausgewiesen ist. Hengste müssen der Rasse American Paint Horse angehören.
 
1.4  Ausrüstung: Westernausrüstung ist entsprechend dem gültigen APHA-Regelbuch vorgeschrieben. Hufschutz, Beinschoner und Gamaschen sind erlaubt. Für Zäumungen, Gebisse und die Zügelführung ist die aktuelle Version des APHA-Regelbuches maßgebend. Tragende Stuten und Stuten mit Saugfohlen bei Fuß dürfen zweihändig geritten werden. Zuchtstuten, die nachweislich über längere Zeit im Zuchteinsatz waren, dürfen auch nach dem 6. Lebensjahr zweihändig auf Snaffle Bit vorgestellt werden. Über den Zuchteinsatz muss vor der Prüfung ein Nachweis vorgelegt werden.
 
1.5  Leistungstest: Der Leistungstest wird von einem APHA-Richter und mindestens dem/der Zuchtleiter/-in oder der/dem Zuchtobfrau/-mann oder einem PHCG-Zuchtrichter abgenommen. Mitglieder der Prüfungskommission dürfen in den letzten sechs Monaten nicht Eigentümer, Trainer oder Agent des zu prüfenden Pferdes gewesen sein. Ebenso darf kein Kommissionsmitglied Züchter des zu prüfenden Pferdes sein.
 
Zwischen den folgenden zwei Schwerpunkten (Reining und All Around) muss sich der Eigentümer/Reiter festlegen. Es darf nur eine der beiden Pattern mit dem genannten Pferd geritten werden.
 
Im Einzelnen werden die Hengste/Stuten von dem Richtergremium in folgenden Merkmalen bewertet:
 
Schwerpunkt Reining: 

•Im Schritt zu X 

•2 x Spin links 

•2 x Spin rechts 

•Angaloppieren 

•Kleiner Zirkel auf der rechten Hand in langsamem Galopp 

•Großer Zirkel auf der rechten Hand in schnellem Galopp 

•Fliegender Galoppwechsel 

•Großer Zirkel auf der linken Hand in schnellem Galopp 

•Kleiner Zirkel auf der linken Hand in langsamem Galopp 

•Fliegender Galoppwechsel 

•Run Down und Roll Back 

•Run Down und Stopp am Marker 

•Um den Marker rückwärtsrichten 

•Verharren 

•Im Trab über die Stangen 

•Durch das Stangen-L rückwärtsrichten 

•Im Schritt über die Stangen

Schwerpunkt All Around:
 
•Im Schritt über die Stangen 

•Anhalten, Hinterhandwendung rechts 360° 

•Im Jog über die Stangen ( Abstand 2 m) 

•Zwischen den Pylonen im Rechtsgalopp angaloppieren, einen halben Zirkel galoppieren 

•Zwischen der zweiten und der dritten Stange Galoppwechsel (einfach oder fliegend) 

•Einen Zirkel auf der linken Hand galoppieren 

•Zwischen der ersten und der zweiten Stange Galoppwechsel (einfach oder fliegend) 

•½ Zirkel auf der rechten Hand galoppieren, durchparieren zum Jog 

•Im Extended Jog zur dritten Stange 

•Side Pass nach rechts über die dritte Stange 

•Im Schritt zur ersten Stange 

•Side Pass nach links über die erste Stange 

•Einen viertel Zirkel im Jog 

•Angaloppieren, über die Stangen galoppieren 

•Das Seiltor mit der rechten Hand öffnen, hindurch reiten und es verschließen

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